Trocknerbälle und Trocknerkugeln

Trocknerbälle helfen Energie zu sparen und machen Wäsche auch ohne Weichspüler angenehm weich. Zusätzlich werden Trocknerkugeln dazu verwendet um die Daunen in Daunenwäsche, wie Schlafsäcke, Daunenjacken, Daunendecken und Kissen wieder aufzurichten und zu regenerieren.

Oft werden Trocknerbälle zusammen mit Wäschetrocknern verkauft. Ältere Geräte hatten jedoch oft noch keine Trocknerbälle im Lieferumfang.
Trocknerkugeln tragen dazu bei Energie zu sparen und lockern die Wäsche zusätzlich auf.
Trocknerbälle punkten durch folgende Eigenschaften:

  • Sie sind ein natürlicher Weichspüler
  • Sie verkürzen die Trockenzeit um bis zu 25%
  • Sie lockern die Wäsche und vermindern das Zerknittern
  • Sie helfen Daunen sich wieder aufzurichten und voneinander zu trennen

Welches Material ist für Trocknerbälle am besten geeignet?

Trocknerbälle aus KunststoffAm häufigsten verwendete Materialien für Wäschetrocknerbälle sind Kunststoffe. Oft handelt es sich um eine gummiartige Oberfläche und die Form ähnelt Massagebällen. Die Plastikbälle/Gummibälle sind relativ schwer. Dadurch sind sie in der Lage auch schwere Wäschestücke beim Trocknen voneinander zu trennen. Nebeneffekt ist allerdings leider auch, dass Wäsche sich durch die harten Kunststoffe stärker abnutzt.
Weiterer unschöner Nebeneffekt ist, dass sich durch die hohen Temperaturen Chemikalien aus den Kunststoffen lösen können und in die Wäsche übergehen. Gerade bei Kindern und empfindlicher Haut ist dies jedoch bedenklich.
Schöne und zugleich umweltfreundliche Alternative sind inzwischen Filzbälle. Sie sehen nicht nur toll aus sondern haben auch einige ganz entscheidende Vorteile.

Filzbälle – die biologische Alternative

TrocknerbälleFilzbälle sind weich und frei von Schadstoffen. Sie werden aus Schafwolle hergestellt und meistens ungebleicht verarbeitet. Gefärbte Trocknerbälle enthalten jedoch oft Chemikalien. Bei empfindlicher Haut sind daher ungebleichte Trocknerbälle ohne eingefilzte Motive sehr zu empfehlen.
Trocknerbälle aus Filz gibt es in verschiedenen Durchmessern. Am besten geeignet sind sogenannte XXL Bälle mit einem Durchmesser von etwa 7cm. Diese Filzbälle können ein Gewicht von 40-60 Gramm haben.
Hier gilt: Je schwerer desto besser.

So werden Trocknerbälle eingesetzt

Trocknerbälle werden bei jedem Trockengang zusammen mit der Wäsche in den Trockner gegeben. Je nach Wäschemenge werden 4 bis 6 Bälle einfach zu der nassen Wäsche in den Trockner gegeben. Bei einer Beladung mit wenig Wäsche sind vier Bälle ausreichend. Nach dem Trocknen sollen die Trocknerbälle offen gelagert werden. Sie sollten auf keinen Fall in eine luftdichte Verpackung gegeben werden. Trocknerkugeln aus Filz kommen oft mit einem Aufbewahrungsbeutel aus Baumwolle.

Moderne Wäschetrockner messen die Feuchtigkeit in der Trommel und beenden den Trockengang wenn die gewünschte Trocknung erreicht wurde. Ältere Wäschetrockner haben teilweise noch keinen Feuchtigkeitssensor. In diesem Fall läuft der Wäschetrockner einfach die engestellte Zeit. Da Trocknerbälle die Trockenzeit verkürzen sollte man bei älteren Wäschetrocknern mit der Trocknungsdauer experimentieren. Oft kann man bei der Verwendung von Trocknerbällen die Trocknungsdauer ein bis zwei Stufen reduzieren.

So funktioniert’s

Die Bälle sorgen beim Drehen der Trommel während des Trockenvorganges dafür, dass die Wäsche voneinander getrennt wird. Dadurch kann die Luft besser zwischen den Wäschestücken zirkulieren. Zugleich speichern die Bälle die Wärme und geben sie gleichmäßig wieder an die Wäsche ab. Fasern haben mehr Raum und können sich besser wieder aufrichten. Die Wäsche wird insgesamt weich und geschmeidig.
Daunen in Daunenkleidung und Bettwäsche haben die Möglichkeit sich besser zu entfalten.

Trocknerbälle für die Waschmaschine?

Trocknerbälle sind nicht zu verwechseln mit Waschbällen oder Wäschebällen. Während Trocknerbälle ausschliesslich im Wäschetrockner eingesetzt werden sind Waschbälle, bzw. Wäschebälle für die Waschmaschine gedacht.

Waschbälle zur Reduzierung von Waschmittel

Waschbälle reduzieren die Menge an Waschmittel, die für die Wäsche benötigt wird. Einige Wäschebälle machen Waschmittel sogar komplett überflüssig. Möglich ist dies durch natürliche Mineralstoffe, die in den Bällen gebunden sind z.B. Natrium, Barium oder Magnesium.

Bewährt ist hier z.B. der Keramik-Wäscheball von Rosenstein & Söhne.

Waschbälle gegen Flusen

Andere Waschbälle sind dafür gedacht Flusen aus der Wäsche aufzunehmen. Die Waschbälle nehmen durch ihre spezielle Oberfläche Fussel, Wollknötchen, Haare und vieles mehr bereits beim Waschen auf. Sie sorgen für fusselfreie, saubere Wäsche, auch ohne eine Nachbehandlung mit Flusenbürsten oder Fusselrollern. Sie eignen sich daher auch ideal zum Waschen von Wollkleidung. Die Waschbälle werden einfach mit in die Waschmaschine gegeben. Waschmaschine sowie Abfluss bleiben länger sauber.
Die Flusenbälle sind vor dem nächsten Einsatz von Haaren oder Flusen zu reinigen.

Waschbälle der Firma Wenko sind hierfür bewährt.

Tennisbälle statt Trocknerbällen?

In der Vergangenheit wurden häufig Tennisbälle anstelle von Trocknerbällen eingesetzt. Tennisball im Waeschetrockner Wir empfehlen dies nicht, da Tennisbälle aus Gummi oder Kunststoffen bestehen, die Weichmacher und andere Chemikalien enthalten können. Bei den hohen Temperaturen im Wäschetrockner lösen sich Chemikalien aus Bällen und setzen sich in der Wäsche fest. Insbesondere für Kinder oder Menschen mit empfindlicher Haut sind Tennisbälle als Trocknerkugelersatz nicht zu empfehlen.

Ein weiterer Punkt, der gegen den Einsatz von Tennisbällen anstelle von Trocknerbällen spricht ist, dass Tennisbälle Wäschestücke verfärben können. Dies ist bei Trocknerbällen aus unbehandelten Naturmaterialien, wie Filz, ausgeschlossen.

Auch die Stiftung Warentest weist in Ihrem Wäschetrocknertest 09/2016 auf den Nutzen von der Zugabe von Bällen hin. Stiftung Warentest empfiehlt aber noch Tennisbälle. Hier werden Aspekte wie Verfärbung und Chemikalien scheinbar noch ausser Acht gelassen.